Achter Europäischer Salon am 17. August 2018

Die Hessische Europaministerin erinnerte am 17.08.2018 beim achten Europäischen Salon an die traditionellen deutsch-baltischen Beziehungen.

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Achter Europäischer Salon

Partner der Veranstaltung in der Hessischen Staatskanzlei war Lettland. „Auch wenn Lettland erst seit 2004 EU-Mitglied ist, reichen unsere Kontakte viel weiter zurück, denn Deutsche haben im Baltikum über Jahrhunderte gelebt und dort Spuren hinterlassen. Deshalb hat Hessen gern 1990 die Patenschaft für die Deutsch-Baltische Gesellschaft übernommen, die ihren Sitz in Darmstadt hat, und unterstützt sie finanziell“, sagte Puttrich bei ihrer Begrüßung. Elf Schul- und drei Städtepartnerschaften sowie eine Reihe weiterer Kontakte sorgen heute für den regelmäßigen Austausch. Erst vor wenigen Tagen war eine Delegation aus Liederbach in der lettischen Partnerstadt Saldus zu Besuch. „Mit etwa 2800 Menschen bildeten die Letten eine kleine Gemeinschaft in Hessen. Umso mehr freut es mich, dass so viele von Ihnen heute gekommen sind und unseren Europäischen Salon einmal mehr zu einem gelungenen Abend werden lassen.“ Die Europaministerin begrüßte als besonderen Gast die lettische Botschafterin in Deutschland, Inga Skujina. Sie sprach ein Grußwort.

Gesang spielt in der lettischen Kultur und Volkskunst eine herausragende Rolle. Deshalb wurde das musikalische Programm durch den 2014 gegründeten Frauenchor „Silava“ bestritten, der den Gästen eine Auswahl lettischer Volkslieder darbot.

Der Europäische Salon ist eine Veranstaltungsreihe, bei der die kulturelle Vielfalt Euro­pas im Mittelpunkt steht. Sie wird in Zusammenarbeit mit den konsularischen Vertre­tungen der EU-Mitgliedstaaten organisiert. Beim nächsten Europäischen Salon am 9. November 2018 ist Österreich Partnerland.

Die Künstler

Der lettische Frauenchor „Silava“ ist ein Zusammenschluss von 25 Lettinnen aus dem Großraum Frankfurt. Er wurde 2014 gegründet. Die Sängerinnen wollen die Gesangstradition ihrer Heimat auch im Ausland pflegen. Ihr Repertoire umfasst lettische Volkslieder, Originalkompositionen und klassische Werke für Frauenchöre. Leiter ist der aus Lettland stammende Dirigent Mark Opeskin.

Mark Opeskin hat ein Musikstudium in Lettland und in Frankfurt absolviert. Er arbeitet seitdem als Dozent für Musiktheorie an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Frankfurt. Zahlreiche Verpflichtungen als Gastdirigent haben ihn nach Australien, Kanada, England und Schweden geführt. Opeskin blickt auf eine lange Zeit als Chorleiter zurück. Unter anderem war er musikalischer Leiter des Internationalen Lettischen Musikfestivals in Münster, Gastchefdirigent beim 20. Chorliederfest Lettlands und Kreischorleiter der 54 im Hochtaunuskreis zusammengeschlossenen Chöre.