„In Hessen steckt ganz viel Europa“

Europastaatssekretär Mark Weinmeister besucht Krüger Erodiertechnik und Metallbearbeitung Becker in Biedenkopf / EU-Fördermittel ermöglichen in Hessen viele verschiedene Projekte.

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Europastaatssekretär Mark Weinmeister besucht am 16.05.2019 die Firmen Krüger Erodiertechnik und Metallbearbeitung Becker in Biedenkopf / EU-Fördermittel ermöglichen in Hessen viele verschiedene Projekte
Firma Krüger Erodiertechnik in Biedenkopf

„Europa profitiert innovativen Produkten, die von kreativen Köpfen in den hessischen Unternehmen entwickelt werden. Und die hessischen Unternehmen profitieren davon, dass die Europäische Union Mittel zur Verfügung stellt, damit diese Produkte zur Marktreife gebracht und hergestellt werden können“, sagt der Hessische Europastaatssekretär Mark Weinmeister. Am Donnerstag hat er in Biedenkopf (Landkreis Marburg-Biedenkopf) die Krüger Erodiertechnik GmbH & Co. KG und die Metallbearbeitung Becker GmbH besucht – zwei Unternehmen, der Metallbearbeitung, die Mittel aus dem Europäischer Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) erhalten haben.

Krüger Erodiertechnik bietet seinen Kunden das ganze Spektrum im Bereich Drahterodieren, CAD, Laserauftragsschweißen und Messtechnik. Das rund zwanzig-köpfige Team erodiert in lohn, fertigt Werkstücke nach Kundenwünschen und liefert über die Protokollierung auch Zertifikate. Neben der Entwicklung und Konstruktion im Kundenauftrag besteht auch die Möglichkeit, Formen und Werkzeuge zu ändern oder zu reparieren. Die Firma Krüger setzt unter anderem die weltweit größte Mitsubishi-Drahterodiermaschine ein. Die Förderung des ländlichen Raumes ist zudem wichtiges Element der Regionalpolitik der Europäischen Union, die auch Hessen voranbringt. Um den technologischen Standard zu festigen und die Wettbewerbsfähigkeit weiter auszubauen, hat das Unternehmen umfangreiche Investitionen in seinen Maschinenpark getätigt. Weiterhin wurde die Fertigungstiefe erhöht und neue, qualifizierte Arbeitsplätze geschaffen. Diese Investitionen wurden durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) mitfinanziert.

Das Unternehmen Metallbau Becker beschäftigt mehr als 81 Beschäftigte und fertigt mit einem großen Maschinenpark von CNC-gesteuerten Dreh- und Fräsmaschinen individuelle Werkstücke und Baugruppen, inkl. Induktivhärtung. Auch der Bau von Prototypen und die Kleinserienfertigung gehören zum Portfolio des Betriebs. Neben der reinen Fertigung werden auch Teil- und Komplettmontagen von Bauteilen angeboten. Beratung, Zeichnung, Entwicklung und Konstruktion sind ebenso fester Bestandteil der täglichen Arbeit.

Mit der Investitionshilfe aus dem EFRE-Fonds wurden die Produktions- und Lagerflächen erneut erweitert, um die Wettbewerbsfähigkeit weiter zu steigern. Ergänzend zur baulichen Erweiterung der Produktionsräume wurde neue Sozialräume für die Beschäftigten errichtet, deren Anzahl durch neu geschaffene Arbeitsplätze weiter steigen wird.

„Hessen profitiert wie kaum ein anderes Land von der Europäischen Union“, betonte Staatssekretär Mark Weinmeister. „Im Jahr 2018 wurden Waren im Wert von fast 37,9 Milliarden Euro aus Hessen in andere EU-Mitgliedstaaten ausgeführt, das sind 57 Prozent des Exports.“ Weinmeister verwies auf eine vor wenigen Tagen veröffentlichte Studie der Bertelsmann-Stiftung. Demnach steigert der EU-Binnenmarkt das Einkommen in Hessen um 1.129 Euro pro Kopf und Jahr. Das liegt deutlich über dem Schnitt in Deutschland (1046 Euro) und der EU (840 Euro). „Wir sind unter den Top-Ten-Profiteuren des Wirtschaftsraums“, betonte der Staatssekretär.

Hessen profitiert zugleich unmittelbar von Fördermitteln der Europäischen Union. „Insgesamt stehen dafür zwischen 2014 und 2020 mehr als 732 Millionen Euro in Hessen zur Verfügung. Dadurch werden viele Projekte landauf landab angeschoben und Ideen umgesetzt, die sonst keine Chance zur Verwirklichung hätten“, betonte der Hessische Europastaatssekretär. Um Unternehmen, Vereinen und Institutionen bei der Suche nach geeigneten Fördertöpfen zu helfen, gebe es ein eigenes Beratungszentrum in der Hessischen Staatskanzlei. „In Hessen steckt sehr viel Europa. Gerade vor der Europawahl am 26. Mai ist es mir wichtig, das immer wieder zu betonen.

Die Europawahl werde entscheidende Weichen dafür stellen, wohin sich die Europäische Union in den kommenden Jahren entwickle, sagte Mark Weinmeister abschließend. „Wer sich das Elend um den Brexit in Großbritannien anschaut, kann eigentlich nur zu einer Erkenntnis kommen: Gemeinsam sind wir allemal besser dran als allein.“

Das Bild bei der Fa. Becker zeigt von links nach rechts Stefan Becker, Daniela Brunner, Staatssekretär Mark Weinmeister, Melanie Balzer, Siegmund Becker

Das Bild bei der Fa. Krüger zeigt von links nach rechts Ralf Jochen Fett, Frank Simon, Birgit Krüger, Friedhelm Krüger, Staatssekretär Mark Weinmeister (Fotos: Hessische Staatskanzlei)

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