„Hessens Wirtschaft ist stark dank Europa“

Europaministerin Lucia Puttrich wirbt für die Beteiligung an der Europawahl am 26. Mai. Hessische Unternehmen profitierten durch ihre internationale Ausrichtung besonders stark vom gemeinsamen EU-Binnenmarkt, der den freien Verkehr von Waren, Dienstleistungen, Kapital und Personen ermöglicht.

Schoder GmbH_Langen

Europaministerin Lucia Puttrich besucht Schoder GmbH in Langen und wirbt für die Beteiligung an der Europawahl am 26. Mai
Ministerin Puttrich gemeinsam mit IHK-Präsidentin und Geschäftsführerin Kirsten Schoder-Steinmüller

Die Hessische Europaministerin Lucia Puttrich betont die herausragende Bedeutung der Europäischen Union für die hessischen Unternehmen. „Hessens Wirtschaft lebt von Europa und macht Hessen damit zu einem erfolgreichen Bundesland“, sagte Puttrich am Dienstag beim Besuch der Schoder GmbH in Langen (Landkreis Offenbach). Hessische Unternehmen profitierten durch ihre internationale Ausrichtung besonders stark vom gemeinsamen EU-Binnenmarkt, der den freien Verkehr von Waren, Dienstleistungen, Kapital und Personen ermöglicht.

„Europa nutzt nicht nur den großen Konzernen, sondern auch kleinen und mittleren Unternehmen, den vielen ,Hidden Champions‘, die mit ihren Ideen und Produkten aus Hessen auf dem europäischen Markt erfolgreich sind. Nicht ohne Grund gehen zwei Drittel der hessischen Exporte in die Mitgliedsländer der EU“, sagte die Ministerin im Gespräch mit Kirsten Schoder-Steinmüller, der Geschäftsführerin der Schoder GmbH. Das mittelständische Unternehmen beschäftigt achtzig Mitarbeiter und bietet Gesamtlösungen in der Metallverarbeitung an. Zum Kundenkreis gehören unter anderem Unternehmen aus dem Maschinenbau, der Luft- und Raumfahrttechnik sowie der Pharma- und Automobilindustrie.

„Die Schoder GmbH agiert als europäisches Unternehmen. Wir sind auf vielen europäischen Märkten aktiv und haben Mitarbeiter aus verschiedenen Ländern. Als Unternehmerin weiß ich um die Wichtigkeit eines stabilen politischen Systems, wie es die EU bietet“, erklärte Kirsten Schoder-Steinmüller, die seit 2017 auch Präsidentin der IHK Offenbach am Main ist. Das sehen 82 Prozent der deutschen Unternehmen ähnlich, wie das Ergebnis des IHK-Unternehmensbarometers „Europa gestalten – unsere Zukunft“ vom März dieses Jahres belegt. „Die EU ist besser als ihr Ruf", versichern darin zwei Drittel der befragten Unternehmen.

Hessische Unternehmen profitierten nicht nur durch den gemeinsamen Markt für Waren, betonte die Hessische Europaministerin weiter. Für Unternehmen sei es zum Beispiel auch wichtig, dass Mitarbeiter ohne umständliche Grenzkontrollen Kunden im EU-Ausland besuchen können. „Wenn eine Maschine gewartet repariert werden muss, will der Kunde nicht warten, bis der Monteur sein Visum bekommen hat und die Ersatzteile durch den Zoll sind“, sagte Puttrich. Auch die generellen Regelungen zur Arbeitnehmerfreizügigkeit seien für Firmen, die Fachkräfte suchen, von Bedeutung. Lucia Puttrich verwies zudem auf das EU-Förderprogramm Erasmus +, das sich nicht nur an Studierende richtet, sondern auch an Auszubildende und ihre Ausbilder. „Wer einen Teil seiner Ausbildung im Ausland macht, erwirbt interkulturelle Kompetenz) für sich selbst und sein Unternehmen und wird fit für den internationalen Arbeitsmarkt. Ich kann nur dazu ermuntern, diese Möglichkeit zu nutzen“, sagte Puttrich. Im künftigen EU-Haushalt, der von 2021 bis 2027 gilt, sollen die Mittel für Erasmus + auf rund 30 Milliarden Euro verdoppelt werden.

„Das Gezerre um den Brexit hat bewiesen, wie eng und letztlich untrennbar die EU-Mitgliedsstaaten längst miteinander verbunden sind. Europa ist aber weit mehr als eine Wirtschaftsunion und Freihandelszone“, betonte die Hessische Europaministerin abschließend. Europa sei eine Lebens- und Wertegemeinschaft, die auf gemeinsamen Vorstellungen und Werten beruhe. Europa habe den Menschen neben Wohlstand vor allem 70 Jahre Frieden, Demokratie und Freiheit beschert. „Das steht für mich im Mittelpunkt. Deshalb werbe ich dafür, am 26. Mai zur Europawahl zu gehen. Und ich wünsche mir ein gutes Ergebnis für die Europafreunde, die unsere Gemeinschaft besser machen und nicht zerstören wollen“.

Das Bild zeigt Europaministerin Lucia Puttrich gemeinsam mit IHK-Präsidentin und Geschäftsführerin Kirsten Schoder-Steinmüller (Foto: Hessische Staatskanzlei)

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