„Inklusion als Weg in die Gesellschaft“

Europaministerin Puttrich besucht das Projekt „Inklusion und Innovation“ der Deutschen Blindenstudienanstalt in Marburg.

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Blista

Hessens Europaministerin Lucia Puttrich hat bei ihrem Besuch des Projekts „Inklusion und Innovation“ der Deutschen Blindenstudienanstalt (blista) den hohen Stellenwert der Inklusion in der modernen Gesellschaft hervorgehoben: „Durch berufliche Tätigkeit werden Menschen in die soziale Gemeinschaft integriert und erlangen Selbstständigkeit. Die Voraussetzungen dafür für alle Bürgerinnen und Bürger zu schaffen, ist ein hohes Gut in der Gesellschaft“.

Mit der Projektlinie „Inklusion und Innovation“ unterstützt die Deutsche Blindenstudienanstalt e.V. (blista) die Arbeitsmarktintegration von Menschen mit Blindheit und Sehbehinderung sehr erfolgreich. Denn als bundesweites Kompetenzzentrum für Menschen mit Blindheit und Sehbehinderung legt die blista dabei den Fokus auf einen kompetenzorientierten, individuellen Ansatz. Ziele sind die Integration in den ersten Arbeitsmarkt, gelingende Übergänge in Ausbildung und Studium sowie die Unterstützung von Gründungsvorhaben von und mit blinden und sehbehinderten Menschen.

Neben verschiedenen Bildungsprojekten wie einer Schule, einer Bibliothek oder auch einem Verlag existiert eine Rehabilitationseinrichtung, in der Menschen jeden Alters von über 60 Spezialistinnen und Spezialisten gefördert werden. Im Mai dieses Jahres feierte der Verein sein 100-jähriges Jubiläum.

Die Blindenstudienanstalt berät und begleitet etwa 40 Programmteilnehmer, um neue Ansätze der Arbeitsmarktintegration von sinnesbehinderten Menschen zu entwickeln und zu erproben. Gleichzeitig übernimmt ein Kooperationspartner die Beratung der Unternehmen, um einen erfolgreichen Berufsstart zu ermöglichen und die, auch betriebswirtschaftlichen, Vorteile einer Einstellung sinnesbehinderter Menschen aufzuzeigen. „Der durch die Entwicklung der beiden ineinandergreifenden Säulen des Projekts entstandene reibungslose Ein- und Wiedereinstieg der Teilnehmer in das Berufsleben führt dazu, dass das große Potential der geförderten Menschen vom ersten Arbeitstag an zur Geltung kommen kann. Ich freue mich, dass wir alle von diesem traditionsreichen Projekt in unserer Region profitieren können“, sagte Puttrich bei ihrem Besuch.

Im Rahmen des Projekts übernimmt blista die sechsmonatige Vorbereitung der sinnesbehinderten Menschen auf eine dauerhafte Eingliederung in den allgemeinen Arbeitsmarkt. Dabei werden durch Assessments, Bewerbungstrainings, Coaching und verschiedene Workshops die Darstellung der eigenen Fähigkeiten, das unternehmerische Denken und Handeln und die Selbstständigkeit der Teilnehmer gestärkt. „Die Teilnehmer können unsere Gesellschaft durch ihre individuellen Fähigkeiten bereichern. Es ist bemerkenswert, wie sie darin unterstützt werden, diese Fähigkeiten zu erkennen und einzusetzen“, sagte Puttrich.

In seiner Gesamtlaufzeit wird das Projekt mit Mitteln aus der Förderlinie „Impulse der Arbeitsmarktpolitik 2015“ des Europäischen Sozialfonds (ESF) in Höhe von 72.300 € und Landesmitteln in Höhe von 70.300 € finanziell unterstützt.

Puttrich betonte in Marburg: „Die Rechte und Pflichten von Menschen mit funktionellen und strukturellen Beeinträchtigungen zu inkludieren, ist eine sehr wichtige Aufgabe für Politik und Gesellschaft. Daher freue ich mich, dass das Projekt in dieser Weise von der EU und dem Land Hessen gefördert wird.“

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