Staatssekretär Weinmeister unterwegs in Mittelhessen

Der Hessische Staatssekretär für Europaangelegenheiten Mark Weinmeister hat bei seiner Sommerreise in Mittelhessen den Verein „Regionalentwicklung Limburg-Weilburg e.V.“ sowie das Städtepartnerschaftskomitee der Stadt Herborn als weitere Partner im Netzwerk für Europa besucht.

Bild Löhnberg.jpg

Der Hessische Staatssekretär für Europaangelegenheiten Mark Weinmeister hat bei seiner Sommerreise in Mittelhessen den Verein „Regionalentwicklung Limburg-Weilburg e.V.“  besucht
Weinmeister beim Besuch des Vereins „Regionalentwicklung Limburg-Weilburg e.V.“ am 31.07.2018

Die LEADER-Region Limburg-Weilburg widmet sich mit ihrem Entwicklungskonzept den aktuellen Themen demographischer Wandel, Energie, Naturschutz sowie Bildung und rüstet sich in einem aktiven und engagierten Netzwerk für die Herausforderungen der Zukunft.

Zu Beginn stand ein Rundgang durch das im Jahr 2011 eröffnete Selterswassermuseum in Niederselters auf dem Programm. „Hier am Quellort mit seinem historischen Brunnentempel lässt sich die Geschichte von über 400 Jahren Mineralwasserförderung nachvollziehen“, sagte Staatssekretär Weinmeister, als ausgebildeter Geschichtslehrer, sichtlich neugierig.

Das Team des Regionalmanagements wird in der aktuellen Förderperiode von der Wirtschaftsförderung Limburg-Weilburg-Diez GmbH (WFG) gestellt. „Lars Wittmaack ist ein erfahrener Projektleiter und setzt auf Vernetzung. So wie die Europäische Union ein gemeinsames Projekt ist, so weiß er auch, dass große Projekte am Besten in Kooperationen funktionieren“, bekräftigte der Europastaatssekretär.

Ein Beispiel für den Vernetzungsgedanken stellt das neue Projekt „Neue Wege – neue Medien, Industriekultur in Mittelhessen“ dar, das in Kooperation mit sechs weiteren LEADER Regionen und weiteren Projektbeteiligten umgesetzt werden soll. Das Ziel ist die Entwicklung einer App, um eine umfassende Datenbank mit Orten und Gebäuden der Industriekultur sowie Angeboten im Bildungs- und Freizeitbereich in Mittelhessen touristisch und historisch interessierten Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung zu stellen.

„Mit diesem Angebot sollen regionale Akteure die Möglichkeit erhalten, sich und ihre Angebote in einem starken Netzwerk darzustellen. Der große Vorteil für den Nutzer ist dabei die Bündelung – er bekommt alle interessanten Infos auf einen Blick. Das ist auch das Kernziel des Netzwerkes für Europa!“ betonte Weinmeister bei der Besichtigung des Aussichtsturms in Löhnberg abschließend. Die Sanierung des Turms, der einen tollen Blick über das Lahntal bietet, wurde aus EU-Fördermitteln ermöglicht.

„Herzlich Willkommen im Europanetzwerk“

Nächster Stopp der Sommerreise in Mittelhessen war Herborn. Dort stattete Europastaatssekretär Weinmeister dem Städtepartnerschaftskomitee der Stadt Herborn einen Besuch ab, hieß die Stadt Herborn als neues Europanetzwerk-Mitglied willkommen und überbrachte persönlich das Mitgliedszertifikat.

„Ihre Stadt pflegt vier Städtepartnerschaften und hat sogar Kontakt zu den europäischen Partnerstädten der Partnerstädte, also höchste Zeit für das Europanetzwerk“, eröffnete Staatssekretär Mark Weinmeister das Gespräch mit Bürgermeister Hans Benner. Nicht nur, dass Herborn 2009 seine europäischen Partnerstädte und deren Partner in der Herborner Erklärung vereinigte – ein Bekenntnis zum gemeinsamen Europa, wie es aktueller nicht sein könnte. Die mittelalterliche Fachwerkstatt blickt ebenso auf eine lange Geschichte europäischer Verdienste zurück.

Beispielsweise war im 17. Jahrhundert einer der wichtigsten Druckereistandorte für Europa in Herborn. Des Weiteren beherbergte Herborn bis 1817 die Hohe Schule, die frühere Academia Nassauensis. Sie war die wichtigste Bildungsstätte der Calvinistisch-Reformierten in Europa. Bedeutendster Student war der Pädagoge Johann Amos Comenius, der Einfluss auf die Entwicklung des europäischen Schulwesens nahm, vor allem auf die Einführung der Schulpflicht und die Abkehr vom Latein hin zum muttersprachlichen Unterricht als Fundament der Volksbildung in ganz Europa. Das englische Parlament, das Königreich Schweden und deutsche Fürsten beauftragten ihn mit Schulreformen, die bis heute wirken. Das EU-Förderprogramm „Comenius“ ist nach ihm benannt. Als studierter Pädagoge interessierte sich Staatssekretär Weinmeister besonders für diesen Aspekt.

Weiterhin wurde über die Zukunft der Europäischen Union und die Herausforderungen für Städtepartnerschaften in der heutigen Zeit gesprochen. „Die EU ist unser gemeinsames Projekt, das uns Frieden, Freiheit und Wohlstand gebracht hat. Wer verpartnert ist, spricht miteinander. Ich freue mich, dass Herborn sich nun mit seiner städtepartnerschaftlichen Expertise im Europanetzwerk einbringt“, machte Weinmeister deutlich.

„Mir ist es außerdem wichtig, die Projekte vor Ort anzuschauen, dort wo die EU-Förderung tatsächlich sichtbar geworden ist und vor Ort wirkt, wie auch zu erfahren, welche Herausforderungen die Region beschäftigen“, resümierte Europastaatssekretär Weinmeister seinen Besuch in Selters und Herborn.

Hintergrundinformationen zur LEADER-Förderung

LEADER ist ein Instrument der Europäischen Union und steht für "Liaison Entre Actions de Développement de l'Économie Rurale" (Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft) und ist ein methodischer Ansatz im Rahmen des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) zur Förderung innovative Projekte der ländlichen Räume.

In ganz Europa gibt es rund 2600 Regionen, die diese Art der Förderung erhalten. Die Regionen SPESSARTregional und Regionalforum Fulda Südwest sind zwei von insgesamt 24 Förderregionen in Hessen. Nähe Informationen unter https://umwelt.hessen.de/landwirtschaft/laendlicher-raum/foerderung-der-...

Hintergrund zur Netzwerkreise

Die Sommerferienzeit nutzt Staatssekretär Weinmeister, um verschiedene Netzwerkpartner zu besuchen und den persönlichen Austausch zu intensivieren. Diese Gelegenheit bietet das Europanetzwerk seinen Partnern, um lebendiger und bekannter zu werden. Die Gespräche werden auch genutzt, um die Debatte über Europas Zukunft aufrecht zu erhalten und die gesellschaftlichen, kulturellen und politischen Themen zu besprechen.

Downloads: 

Kontakt für Pressevertreter
Pressesprecher: Herr Dr. Michael Horn
Telefon: +49 611 32 38 09
E-Mail: michael.horn@stk.hessen.de

Hessische Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten und Bevollmächtigte des Landes Hessen beim Bund
Georg-August-Zinn-Straße 1
65183 Wiesbaden