Grund 42: Die EU schafft eine europäische Wissenschafts-Cloud

Bei der Forschung fallen gigantische Mengen an Ergebnissen und Daten an. Damit Wissenschaftler diese grenzüberschreitend austauschen und nutzen können, will die EU-Kommission bis 2020 eine europäische Wissenschafts- Cloud schaffen.

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Grund 42: Die EU schafft eine europäische Wissenschafts-Cloud
Grund 42: Die EU schafft eine europäische Wissenschafts-Cloud

Die Idee ist zukunftsorientiert: Schon von diesem Jahr an sollen alle wissenschaftlichen Daten, die bei Projekten aus dem EU-Wissenschaftsprogramm „Horizont 2020“ entstehen, über die neue Datenwolke der europäischen Wissenschaftsgemeinde offenstehen.

Forscher von Universitäten und Forschungsinstituten in ganz Europa und ihre weltweiten Mitarbeiter können sich über die Cloud vernetzen, um die große Menge an Forschungsdaten und wissenschaftlichen Erkenntnissen zu teilen und auszuwerten. Rund 1,7 Millionen Forscher und 70 Millionen Fachkräfte aus Wissenschaft und Technologie in Europa können bis 2020 dann eine virtuelle Umgebung haben.

Die EU-Kommission stellt für die Cloud zwei Milliarden Euro bereit, weitere 4,7 Milliarden Euro sollen aus öffentlichen und privaten Töpfen kommen. Das Ziel dahinter: Europa soll seine weltweite Wettbewerbsfähigkeit im Bereich der „Big Data“-Analyse ausbauen. Für Startups sowie kleine und mittelständische Unternehmen macht die Datenwolke die Arbeit leichter.

Die in der Cloud gespeicherten Daten sollen auch für Forscher aus der Industrie und im öffentlichen Sektor zugänglich sein, die für den Zugriff zahlen müssen. 2018 will die EU-Kommission die Entwicklung neuer Supercomputer mit Quantentechnologie mit einer Flaggschiff-Initiative fördern.