Grund 43: Die EU vernetzt Europa – Kostenloses WLAN in Dörfern und Städten

Bei der Arbeit, zuhause oder unterwegs – die Menschen wollen stets ihre Mails checken oder mal schnell ein Foto verschicken. Dafür braucht man eine gute Internetanbindung, auch im öffentlichen Leben. Dafür sorgt auch die EU.

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Grund 43: Die EU vernetzt Europa – Kostenloses WLAN in Dörfern und Städten
Grund 43: Die EU vernetzt Europa – Kostenloses WLAN in Dörfern und Städten

Es ist der Traum vieler Smartphone-Nutzer: an öffentlichen Plätzen kostenloses WLAN zu haben. Die EU-Kommission will das möglich machen und hat im September 2016 eine entsprechende Initiative vorgeschlagen. Bis 2020 sollen die wichtigsten öffentlichen Orte in europäischen Städten und Dörfern mit einem freien und superschnellen Internetzugang ausgestattet sein. Dabei geht es etwa um Bibliotheken, Parks oder öffentliche Gebäude. Dafür stellt die EU 120 Millionen Euro zur Verfügung.

Bis 2020 sollen zwischen 6.000 und 8.000 Städte und Gemeinden von der EU-Förderung Gebrauch machen. Die Gemeinden bekommen die WLAN-Technik kostenlos, weil die EU ihnen die Ausgaben für die technische Ausrüstung und die Installation der WiFi4EU- Hotspots erstattet. Die EU-Kommission hat Kommunen aufgerufen, dafür neue Dienste zu entwickeln, etwa Stadtpläne für Touristen, Onlineformulare für Ämter oder Informationen zu den Gesundheitsangeboten. Voraussetzung ist, dass die Städte kein bestehendes privates oder öffentliches Wifi-Angebot verdrängen und die Netzbetreiber mindestens eine Geschwindigkeit von 30 MB/Sekunde anbieten können. Damit zielt die Initiative vor allem auf die Gebiete ab, in denen es ansonsten keine WLAN-Netze gibt. Ab Sommer 2017 können die Anträge gestellt werden.

Zudem sollen Bürger auch in abgelegenen Regionen schnelles mobiles Internet zu erschwinglichen Preisen bekommen. Bis zum Jahr 2025 soll Verbrauchern überall in Europa superschnelles mobiles Internet 5G zur Verfügung stehen. „Dadurch könnten weitere zwei Millionen neue Arbeitsplätze in der EU entstehen“, sagt EU-Kommissionspräsident Juncker. Die EU-Kommission hat 2013 eine öffentlich-private Partnerschaft gestartet, die mit 700 Millionen Euro öffentlichen Geldern unterstützt ist und das Ziel hat, der 5G-Technik in Europa zum Durchbruch zu verhelfen.