Europa sorgt auch auf Reisen für Krankenversicherungsschutz

Ein Notfall im Ausland? Kein Problem. Wer im Ausland schnell zum Arzt muss, bekommt die Kosten von seiner deutschen Krankenversicherung zurückerstattet. Das ist dank der europäischen Krankenversicherungskarte möglich.

Die EU sorgt dafür, dass ihre Bürger auch im Urlaub oder auf Geschäftsreise ausreichend krankenversichert sind. Wer in einem anderen EU-Staat zum Arzt geht und seine europäische Krankenversicherungskarte vorlegt, bekommt die Behandlungskosten von der heimischen Krankenkasse im Nachhinein erstattet. Somit fallen für die in Deutschland gesetzlich Versicherten – bis auf die landesübliche Selbstbeteiligung oder Gebühren – keine zusätzlichen Kosten an.

Die Versicherten müssen das Geld für medizinisch notwendige Behandlung nur vorstrecken. In einigen EU-Ländern sind Behandlungen auch kostenlos. Jeder kann auch in anderen EU-Ländern Rezepte einlösen. Bei gesetzlich Krankenversicherten ist die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) in Deutschland übrigens auf dem Chip der Krankenversicherungskarte enthalten. Sie hat schon lange den Auslandskrankenschein ersetzt.

Wer nur aus dem Grund ins Ausland reist, um sich dort behandeln zu lassen, eine Operation oder etwa Zahnersatz zu bekommen, sollte aber vorher besser mit dem Versicherer Rücksprache halten, um die Kostenübernahme zu klären. Das gilt auch für chronisch Kranke, die auf eine andauernde medizinische Versorgung angewiesen sind. Achtung: eine Privatbehandlung ist nicht immer abgedeckt.

Die Europäische Krankenversicherungskarte gilt übrigens in allen 27 EU-Staaten sowie in Island, Norwegen, Liechtenstein und der Schweiz.