EUnited – Europa verbindet

Die neue Europäische Kommission und das frisch gewählte EU-Parlament stehen vor großen Herausforderungen: Neben wachsendem Nationalismus, Brexit und dem Klimawandel gilt es nun auch noch eine Pandemie historischen Ausmaßes zu bewältigen. In dieser schwierigen Zeit hat der 67. Europäische Wettbewerb Schülerinnen und Schüler dazu aufgerufen, sich auf das zu besinnen, was uns verbindet:

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67. Europäischer Wettbewerb

Die Resonanz darauf war erfreulich – ein deutlicher Beteiligungsanstieg belegt, dass die Digitalisierung der Wettbewerbsverwaltung erfolgreich bewältigt wurde. Auch die Corona-Pandemie konnte der 67. Wettbewerbsrunde nicht substanziell schaden: Die Landeswettbewerbe und –jurys fanden noch regulär statt, nur die Bundesjury musste aufgrund der Covid19-Pandemie digital tagen. Glücklicherweise konnten auch auf diesem Wege über 500 Bundespreise vergeben werden.

Bilanz der 67. Wettbewerbsrunde

75.159 Schülerinnen und Schüler beteiligten sich am 67. Europäischen Wettbewerb – damit stiegen die Teilnahmezahlen gegenüber dem Vorjahr um 7 Prozent. Was verbindet uns in Europa? Mit dieser Fragestellung konnten offensichtlich alle Altersgruppen etwas anfangen. Die Jüngsten kennen und lieben dieselben Märchen- und Kinderbuchfiguren – die Abenteuer von Pippi Langstrumpf, dem Froschkönig oder Jim Knopf sind in vielen  Kinderzimmern in Europa präsent. Die älteren Schülerinnen und Schüler haben erkundet, was uns gesellschaftlich und politisch verbindet: Frieden auf dem europäischen Kontinent, Wertschätzung für Vielfalt und die Zukunft unseres Planeten. Im Rahmen der Sonderaufgabe formulierten alle Altersgruppen ihre Wünsche und Forderungen an die deutsche EU-Ratspräsidentschaft ab Juli 2020.

1.177 Schulen nahmen am 67. Europäischen Wettbewerb teil – das sind 46 mehr als im Vorjahr. Über 100 dieser Schulen kommen nicht aus Deutschland: Deutsche Schulen im Ausland sind regulär teilnahmeberechtigt, polnische Schulen nehmen am Landeswettbewerb Rheinland Pfalz teil und viele Schulen in ganz Europa haben die Möglichkeit genutzt, sich über den eTwinning-Zweig zu beteiligen.

Aufgrund der Corona-Pandemie konnten im 67. Europäischen Wettbewerb die sonst üblichen 120 Reisepreise nur unter Vorbehalt vergeben werden: Ob die Einladungen der Kanzlerin und des Bundestagspräsidenten, der Friedrich-Ebert-Stiftung, der Europahäuser Bad Marienberg und Otzenhausen sowie diverser Europa-Abgeordneter wie geplant durchgeführt werden können, ist momentan nicht absehbar. Damit trotzdem alle herausragenden Leistungen angemessen gewürdigt werden, vergab die Bundesjury in diesem Jahr zusätzliche Geldpreise. Die Preisevergabe und der Jurierungsprozess fanden in diesem Jahr unter erschwerten Bedingungen statt – denn die Pandemie erforderte eine kurzfristige Umplanung aller Prozesse. Die 1.900 auf Bundesebene eingereichten Arbeiten wurden digitalisiert, online begutachtet und mit Bundespreisen ausgezeichnet. Eine tolle Leistung der achtzehn Bundesjurymitglieder!

Leider gilt auch für die 80 bundesweit geplanten Preisverleihungen: Gesundheit geht vor! Erst wenn wieder größere Zusammenkünfte ohne Risiko möglich sind, können die Preise persönlich übergeben werden. Doch auch wenn das nicht möglich sein sollte, bekommen alle ihre verdienten Auszeichnungen – notfalls per Post.