Beschäftigung und soziale Innovation

Das Programm für Beschäftigung und soziale Innovation hat zum Ziel, hochwertige und nachhaltige Beschäftigung, einen angemessenen und fairen Sozialschutz, die Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung sowie die Verbesserung der Arbeitsbedingungen in Europa zu fördern.

163204230_0 groß.jpg

Bauarbeiter trägt Bretter auf der Schulter, im Hintergrund ist eine Baustelle

Ziel:

Das Programm für Beschäftigung und soziale Innovation hat zum Ziel, hochwertige und nachhaltige Beschäftigung, einen angemessenen und fairen Sozialschutz, die Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung sowie die Verbesserung der Arbeitsbedingungen in Europa zu fördern. Das Programm setzt sich aus drei Unterprogrammen zusammen.

Struktur:

Unterprogramm Progress:
„Progress“ unterstützt Maßnahmen in den Themenbereichen Beschäftigung, insbesondere zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit, zum Sozialschutz, zur sozialen Inklusion sowie zur Armutsbekämpfung und -vermeidung und zu Arbeitsbedingungen. 541 Mio. Euro (61 Prozent) des Gesamtbudgets des Programms für Beschäftigung und soziale Innovation stehen für „Progress“ zur Verfügung.

Unterprogramm Eures:
„Eures“ unterstützt den Austausch und die Verbreitung von Informationen von Informationen sowie die Zusammenarbeit, um die freiwillige geografische Mobilität von Arbeitskräften auf einer fairen Grundlage zu fördern und zu einem hohen Niveau qualitativer hochwertiger und nachhaltiger Beschäftigung beizutragen.

Unterprogramm Mikrofinanzierung und Sozialunternehmen:
„Mikrofinanzierung und Sozialunternehmen“ verbessert den Zugang zu und die Verfügbarkeit von Finanzierungen für juristische und natürliche Personen

Förderarten:

Je nach Unterprogramm entweder durch Zuschüsse („Progress“ und „Eures“) oder Bereitstellung von Gemeinschaftsmitteln an Finanzintermediäre („Mikrofinanzierung und Sozialunternehmen“).

Teilnehmende Länder:

  • 28 Mitgliedstaaten der EU

Die Teilnahme steht unter bestimmten Bedingungen auch den folgenden Ländern offen:

  • EFTA-/ EWR-Mitgliedstaaten Island, Liechtenstein, Norwegen und Schweiz
  • EU-Beitrittskandidaten Albanien, ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien, Montenegro, Serbien und Türkei
  • Potentielle EU-Bewerberländer Bosnien und Herzegowina sowie Kosovo

Antrags- und Teilnahmeberechtigte:

Öffentliche und private Einrichtungen

Förderbare Maßnahmen im kommunalen Bereich:

Unterprogramm „Progress“ zur Förderung von Reformen in der Beschäftigungs- und Sozialpolitik:

  • Analytische Tätigkeiten (z.B. Datenerhebungen, Studien und Monitoring)
  • Gegenseitiges Lernen, Sensibilisierung und Verbreitung
  • Vernetzung und Kapazitätenaufbau

Unterprogramm „Eures“ zur Förderung der beruflichen Mobilität:

  • Grenzübergreifende EURES-Partnerschaften sowie Austausch und Schulungen von Eures-Akteuren
  • Bereitstellung von Informations-, Beratungs-, Vermittlungs- und Einstellungsdiensten für Grenzgänger
  • Entwicklung gezielter Mobilitätsprogramme
  • Informations- und Kommunikationstätigkeiten zur Sensibilisierung für die Vorteile geografischer und beruflicher Mobilität

Unterprogramm „Mikrofinanzierung und soziales Unternehmertum“ zur Förderung des vereinfachten Zugangs zu Finanzierungen:

  • Unterstützung für Mikrofinanzierungen und Sozialunternehmen durch bestimmte Finanzinstrumente

Budget:

Es stehen europaweit insgesamt 919,5 Mio. Euro zur Verfügung.

Rechtsgrundlage:

Verordnung (EU) Nr. 1296/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 11. Dezember 2013 über ein Programm der Europäischen Union für Beschäftigung und soziale Innovation ("EaSI") und zur Änderung des Beschlusses Nr. 283/2010/EU über die Einrichtung eines europäischen Progress-Mikrofinanzierungsinstruments für Beschäftigung und soziale Eingliederung, Amtsblatt der Europäischen Union Nr. L 347 vom 20. Dezember 2013, S. 238

Rechtsgrundlage des Programms „Beschäftigung und soziale Innovation" (PDF)

Beratung

Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS)
Wilhelmstraße 49
10117 Berlin
Internet: www.bmas.de/DE/Themen/Soziales-Europa-und-Internationales/Europa/Program...

Kontaktpunkt „Progress“ – Beschäftigung
Referat VIa1: Europäische Beschäftigungs- und Sozialpolitik, Europabeauftragte
E-Mail: IIa5@bmas.bund.de

Kontaktpunkt „Progress“ –  Sozialschutz und soziale Eingliederung
Referat Ia2: Vereinbarkeit Beruf und Familie, Chancensicherung für Kinder, Armuts- und Reichtumsfragen
E-Mail: Ia2@bmas.bund.de

Kontaktpunkt „Progress“ – Arbeitsbedingungen
Referat IIIb2: Grundsatzfragen des Arbeitsschutzes, Fachaufsicht BAuA
E-Mail: IIIb2@bmas.bund.de

Kontaktpunkt „Eures“
Referat IIb1: Beratung und Vermittlung, Arbeitnehmerüberlassung
E-Mail: IIb1@bmas.bund.de

Kontaktpunkt „Mikrofinanzierung und soziales Unternehmertum“
Referat EF1: Europäischer Sozialfonds, Verwaltungsbehörde
E-Mail: VIGRUEF1@bmas.bund.de