Horizont 2020

Das Rahmenprogramm für Innovation und Forschung „Horizont 2020“ zielt darauf ab, EU-weit eine wissens- und innovationsgestützte Gesellschaft und eine wettbewerbsfähige Wirtschaft aufzubauen sowie gleichzeitig zu einer nachhaltigen Entwicklung beizutragen.

fotolia_54231134_s_kasto (2).jpg

Zwei Forscher mit Schutzbrillen im Labor, die mikroskopische Platt begutachten

Ziel:

Das Rahmenprogramm für Innovation und Forschung „Horizont 2020“ zielt darauf ab, EU-weit eine wissens- und innovationsgestützte Gesellschaft und eine wettbewerbsfähige Wirtschaft aufzubauen sowie gleichzeitig zu einer nachhaltigen Entwicklung beizutragen.

Struktur:

„Horizont 2020“ gliedert sich in drei Schwerpunkte und vier zusätzliche Teilbereiche

Schwerpunkte:

  • Wissenschaftsexzellenz: Dieser Bereich umfasst Instrumente zur Förderung wissenschaftsgetriebener grundlagenorientierter Forschung, sowohl für Einzelforschende als auch für Verbünde. Hierfür stehen 24,2 Mrd. Euro zur Verfügung.
  • Führende Rolle der Industrie: Dieser Bereich richtet sich an die industrielle Forschung, vor allem kleine und mittelständische Unternehmen. Hierfür stehen 16,4 Mrd. Euro zur Verfügung.
  • Gesellschaftliche Herausforderungen: Dieser Bereich umfasst sieben konkrete Herausforderungen, vor denen Europa steht und für die interdisziplinäre und innovative Lösungen entwickelt werden sollen. Hierfür stehen 28,6 Mrd. Euro zur Verfügung.

Teilbereiche:

  • Verbreitung von Exzellenz und Ausweitung der Beteiligung: Dieser Teilbereich dient dazu, die Forschungs- und Innovationskluft zwischen den Mitgliedstaaten und Regionen in Europa zu schließen, das in der gesamten Union vorhandene Potenzial für exzellente Forschung und Innovation zu nutzen und zur Verwirklichung des Europäische Forschungsraumes (EFR) mit fairem Zugang für alle Akteure in Europa beizutragen. Hierfür stehen 817 Mio. Euro zur Verfügung.
  • Wissenschaft mit der und für die Gesellschaft: Dieser Teilbereich hat das Ziel, Ziel, eine effektive Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Gesellschaft aufzubauen. Hierfür stehen 445 Mio. Euro zur Verfügung.
  • Direkte Maßnahmen der Gemeinsamen Forschungsstelle (Joint Research Centre = JRC) außerhalb des Nuklearbereichs: Hier werden die Aktivitäten der Gemeinsamen Forschungsstelle (JCR) gefördert. Hierfür stehen 856 Mrd. Euro zur Verfügung. Die Gemeinsame Forschungsstelle ist der wissenschaftliche Dienst der Europäischen Kommission. Das JRC unterhält sieben Forschungsinstitute in fünf Ländern und unterstützt mit seiner Forschung und seinem technischen Knowhow Entscheidungsprozesse auf europäischer Ebene.
  • Das Europäische Innovations- und Technologieinstitut (EIT) wurde mit dem Ziel gegründet, die Ziel ist es, die Innovationslücke in Europa zu schließen. Es wird mit 2,4 Mrd. Euro aus dem Programm Horizont 2020 unterstützt.

Förderarten:

Zuschüsse, Stipendien, Preisgelder und Vergabe von öffentlichen Aufträgen

Teilnehmende Länder:

  • 28 Mitgliedstaaten der EU
  • Island, Norwegen, Albanien, Bosnien und Herzegowina, ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien, Montenegro, Serbien, Türkei, Israel, Moldawien, Schweiz, Färöer Inseln, Ukraine

Die Teilnahme weiterer Länder ist unter bestimmten Bedingungen möglich, die bei den Beratungsstellen erfragt werden können.

Antrags- und Teilnahmeberechtigte:

Öffentliche und private Einrichtungen, Unternehmen Forschungseinrichtungen, Hochschulen, zivilgesellschaftliche Organisationen

Förderbare Maßnahmen im kommunalen Bereich:

  • Entwicklung, Erprobung und Anwendung innovativer Konzepte u.a. in den Bereichen Gesundheit, Energie, Transport, Sicherheit, Ressourceneffizienz sowie Informations- und Kommunikationstechnologie
  • Vernetzungsvorhaben
  • Durchführung von Konferenzen und Studien

Budget:

Es stehen europaweit 80 Mrd. Euro zur Verfügung.

Rechtsgrundlage:

Verordnung (EU) Nr. 1291/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 11. Dezember 2013 über das Rahmenprogramm für Forschung und Innovation Horizont 2020 (2014-2020) und zur Aufhebung des Beschlusses Nr. 1982/2006/EG, Amtsblatt der Europäischen Union Nr. L 347 vom 20. Dezember 2013, S. 104; geändert durch Verordnung (EU) Nr. 2015/1017 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 25. Juni 2015, Amtsblatt der Europäischen Union Nr. L 169 vom 1. Juli 2015, S. 1

Rechtsgrundlage des Programms "Horizont 2020" (PDF)

Beratung:

In Deutschland gibt es ein Netzwerk von Nationalen Kontaktstellen (NKS), die zu den verschiedenen Bereichen von Horizont 2020 beraten.

In Hessen berät Sie das Enterprise Europe Network Hessen zu Fragen in Bezug auf das Programm „Horizont 2020“

Hessen Trade & Invest GmbH
Enterprise Europe Network Hessen
Konradinerallee 9
65189 Wiesbaden
Telefon: 0611-95017-8998
Internet: www.een-hessen.de

Eine Übersicht aller weiteren Nationalen Kontaktstellen finden Sie über den nachfolgenden Link: www.horizont2020.de/beratung-nks.htm