„Zeit zu handeln: Für einen fairen, grünen und digitalen Aufschwung"

Am 1. Januar 2021 übernahm Portugal für sechs Monate den Ratsvorsitz der Europäischen Union. Nach Portugal im ersten Halbjahr 2021 wird anschließend Slowenien im zweiten Halbjahr die Ratspräsidentschaft innehaben. Zusammen mit Deutschland und Slowenien bildet die drei Länder eine Triopräsidentschaft. Das soll für mehr Kontinuität in der europäischen Politik sorgen, indem die drei Triopartner eng zusammenarbeiten.

Portugal übernimmt am 1. Januar 2021 bereits zum vierten Mal die EU-Ratspräsidentschaft - nach 1992, 2000 und 2007. Am 13. Dezember 2007 gelang unter portugiesischer Ratspräsidentschaft ein Meilenstein für die EU: Der Vertrag von Lissabon wurde unterzeichnet. Dieser trat am 1. Dezember 2009 in Kraft und ist die bis heute gültige Rechtsgrundlage der EU. Er stärkte unter anderem den Einfluss des Europäischen Parlaments.

Motto
„Zeit zu handeln: Für einen fairen, grünen und digitalen Aufschwung" lautet das Motto der portugiesischen EU-Ratspräsidentschaft 2020.

Logo
Die Bildmarke, bestehend aus 27 gelben Punkten, nimmt die Form einer Sonne und eines Ruders an und verkörpert das Ziel, „die Union auf ihren künftigen Reisen zu führen und neue Wege des Zusammenhalts und des gemeinsamen Wohlstands zu beschreiten“, so die Idee. Die 27 Punkte stehen dabei für die aktuell 27 Mitgliedstaaten der EU. Wohingegen die 12 Sterne der Europaflagge nicht etwa die Mitgliedstaaten verkörpern – die Zahl 12 ist vielmehr Symbol für Vollkommenheit und Vollständigkeit. Der Tierkreis hat zwölf Zeichen, in der griechischen Mythologie gibt es zwölf olympische Götter, das Jahr hat zwölf Monate und die Uhr hat zwölf Stunden, daher auch die Anordnung der Sterne auf der Flagge analog zu einem Ziffernblatt.

Präsentiert wurde die visuelle Identität am 4. Dezember vom portugiesischen Staats- und Außenminister Augusto Santos Silva und der Staatssekretärin für europäische Angelegenheiten, Ana Paula Zacarias. Für das Design verantwortlich zeichnet die Agentur Providência Design (Porto).

Die Prioritäten während der Ratspräsidentschaft Portugals in der Europäischen Union (EU) werden der „Erfolg der Impfung“ gegen COVID-19 sowie die „wirtschaftliche und soziale Erholung Europas“ sein. Dies sagte der portugiesische Premierminister António Costa am Freitag auf Twitter. Als weitere, dritte, Priorität kündigte Costa an, die „strategische Autonomie einer weltoffenen Europäischen Union“ zu stärken.