Drei Infos zu Frieden und Sicherheit in Europa, die du kennen solltest! 💡🇪🇺
1. Wirtschaft 🏭🤝🏽
Nach dem Zweiten Weltkrieg war ein großes Ziel, den Frieden in Europa zu sichern. Die Idee: Wenn Länder wirtschaftlich eng zusammenarbeiten und wichtige Industrien gemeinsam verwalten, wird ein Krieg zwischen ihnen eher unwahrscheinlich. 1950 schlug der französische Außenminister Robert Schuman deshalb vor, die Kohle- und Stahlproduktion gemeinsam zu verwalten. Beides brauchte man für die Industrie, aber auch für Waffen. So entstand die Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl, ein Vorläufer der heutigen EU. Und genau diese Idee steckt bis heute in der EU! Im Binnenmarkt können Waren, Dienstleistungen, Kapital und Menschen freier über Grenzen hinweg unterwegs sein. Das verbindet die Länder wirtschaftlich eng miteinander und macht Zusammenarbeit attraktiver als Konflikte.
Für ihren Beitrag zu Frieden, Versöhnung, Demokratie und Menschenrechten in Europa erhielt die EU 2012 sogar den Friedensnobelpreis! 🏆
2. Unterstützung für die Ukraine 🛡️⛑️💰
Die Ukraine gehört zwar nicht zur EU, trotzdem unterstützt die EU das Land, z.B. über die „Ukraine Facility“ mit Geld, aber auch mit humanitärer Hilfe, Sanktionen gegen Russland und bei der Verteidigung. Zusätzlich haben viele einzelne europäische Staaten Hilfspakete umgesetzt. Es gibt also gemeinsame Unterstützung durch die EU und zusätzlich Hilfe einzelner Länder. Der russische Angriff auf die Ukraine bedroht im Grunde nicht nur ein einzelnes Land. Er richtet sich gegen Grundprinzipien, für die Europa steht: Frieden, Freiheit, Demokratie, Selbstbestimmung und die Unverletzlichkeit von Grenzen.
3. Cyberangriffe 🔐💻
Die NATO, also die North Atlantic Treaty Organization, ist das bedeutendste sicherheitspolitische Bündnis der Welt. Sie hat 32 Mitgliedstaaten aus Europa und Nordamerika. Dazu gehören viele EU-Staaten, aber auch Länder wie die USA, Kanada, Großbritannien, Norwegen oder die Türkei, die ihre sicherheits- und verteidigungspolitischen Ziele gemeinschaftlich verfolgen. Im Falle eines Angriffs haben sie sich zum gegenseitigen Beistand verpflichtet. Auch schwere Cyberangriffe können die Sicherheit eines Landes massiv bedrohen. Zum Beispiel, wenn kritische Infrastruktur betroffen ist: Stromnetze, Krankenhäuser, Behörden, Kommunikationsnetze oder Banken. Deshalb arbeiten die NATO-Staaten auch im Bereich Cyberverteidigung eng zusammen. Cyberverteidigung wird regelmäßig trainiert! Bei der NATO-Übung „Locked Shields“ müssen Teams in Echtzeit Cyberangriffe erkennen und abwehren. In Deutschland gehört die Verteidigung im Cyberraum auch zu den Aufgaben der Bundeswehr.