Wer macht eigentlich was? 3 Fakten, die du über europäische Institutionen wissen solltest 💡
Ladekabel 🔋
Seit Ende 2024 müssen viele neue Geräte, die in der EU verkauft werden, USB-C-Anschlüsse haben. Dazu gehören zum Beispiel Smartphones, Tablets, Tastaturen und Mäuse. Für neue Laptops gilt die Regel erst seit dem 28. April 2026. Das Ziel ist weniger Kabelsalat, weniger Elektroschrott und einfacheres Laden.
Der Weg zu so einem Gesetz kann lang sein: Meist macht die Europäische Kommission zuerst einen Vorschlag. Dann verhandeln das Europäische Parlament und der Rat der EU miteinander und beschließen das Gesetz gemeinsam.
Das Parlament wird direkt gewählt und vertritt die Bürger und Bürgerinnen der EU. Im Rat sitzen Vertreterinnen und Vertreter der Regierungen der Mitgliedstaaten, je nach Thema sind das oft die zuständigen Ministerinnen und Minister.
Eine gemeinsame Entscheidung zu treffen kann dauern, schützt aber davor, dass eine Stelle allein entscheidet.
Wetterdaten 🌡️🛰️
EUMETSAT sitzt in Darmstadt und ist die europäische Organisation für die Nutzung meteorologischer Satelliten. Sie überwacht das Wetter, Klima und die Umwelt aus dem All und liefert wichtige Satellitendaten. Zum Beispiel für Wetterdienste! Aber: EUMETSAT ist keine EU-Institution, sondern eine eigene europäische Organisation mit derzeit 30 Mitgliedsstaaten, 25 davon sind allerdings ebenfalls Mitglied der EU.
Fairplay ⚖️🤝🏽
Der Europäische Gerichtshof, kurz EuGH, ist das höchste Gericht der EU. Er sitzt in Luxemburg und sorgt dafür, dass EU-Recht in allen Mitgliedstaaten einheitlich angewendet wird. Er entscheidet unter anderem über Streitfälle zwischen EU-Institutionen, Mitgliedstaaten und Unternehmen, aber auch, wenn es darum geht, wie EU-Recht ausgelegt wird. Zum Beispiel in diesen Fällen:
- Die EU-Kommission entschied 2016, dass Irland Apple unzulässige Steuervorteile gewährt hatte und deshalb rund 13 Milliarden Euro zurückfordern muss. Der EuGH bestätigte die Entscheidung der Kommission.
- Google wurde vorgeworfen, den eigenen Preisvergleich in der Suche bevorzugt zu haben. Der EuGH bestätigte auch hier die Strafe von 2,4 Milliarden Euro.
- Und auch die UEFA stand schon vor dem EuGH. Im Streit um die Super League entschied das Gericht 2023, dass die FIFA und UEFA konkurrierende Wettbewerbe nicht ohne transparente, objektive und faire Regeln blockieren dürfen.