Eine Collage aus drei Bildern. Links sieht man zwei Bilder mit Jugendlichen in einem Workshop, rechts ein Gruppenfoto vor Flaggen der EU-Mitgliedsstaaten im Europäischen Parlament

Next Generation Europe – Entdecken.Verstehen.Gestalten

In der Woche vor Weihnachten trafen sich Auszubildende aus Hessen und der französischen Partnerregion Nouvelle-Aquitaine zu einem deutsch-französischen Austauschtreffen in Straßburg. Unter dem Titel „Next Generation Europe – Entdecken.Verstehen.Gestalten“ kamen insgesamt 18 junge Erwachsene zusammen, um sich eine Woche lang mit europäischen Themen, demokratischem Engagement und ihren Erfahrungen und Visionen als junge Bürgerinnen und Bürger der Europäischen Union auseinanderzusetzen.

Organisiert wurde die Begegnung von Arbeit und Leben HessenÖffnet sich in einem neuen Fenster und der Fondation INFAÖffnet sich in einem neuen Fenster, die Kernthemen der beiden Organisationen – politische Bildung auf der einen und Berufsbildung auf der anderen Seite – haben sich hier hervorragend ergänzt. Finanziell unterstützt wurde die Fahrt durch das Deutsch-Französische Jugendwerk, die Hessische Staatskanzlei sowie den Conseil Régional Nouvelle-Aquitaine.

Tagungsort war das Centre Européen pour la Jeunesse de Strasbourg im Europaviertel der Stadt – in unmittelbarer Nähe zu den europäischen Institutionen und selbst eine Einrichtung des Europarates. Neben inhaltlichen Einheiten zur Geschichte Europas und der Regionalpartnerschaften, zur Europäischen Union und zur europäischen Jugendpolitik standen Austausch, Diskussionen und Exkursionen auf dem Programm. Ein besonderer Höhepunkt für viele Teilnehmende war der Besuch des Europäischen Parlaments, bei dem eine laufende Debatte zum Thema europäische Asylgesetzgebung verfolgt werden konnte. Wie stark umkämpft das Thema politisch ist, wurde durch die hitzigen – und nicht immer höflichen – Redebeiträge der verschiedenen Fraktionen deutlich.

Auch spielerische Elemente wie eine Rallye im Europaviertel brachte Dynamik in das Programm. Die tägliche „Sprachanimation“ – eine spielerische Methode, die Kommunikation anregt, hilft, Sprachbarrieren zu überwinden und dazu motiviert, die jeweils andere Sprache und Kultur zu entdecken – half, den Austausch zwischen den Teilnehmenden anzuregen. Natürlich durfte auch ein Besuch auf dem berühmten Straßburger Weihnachtsmarkt nicht fehlen! So kannten die Teilnehmenden am Ende der Wochen nicht nur den Unterschied zwischen Europarat, dem Europäischen Rat und dem Rat der EU sondern hatten auch Kougelhof und Flammenkueche gekostet.

Das pädagogische Konzept setzte auf partizipative und nicht-formale Methoden und richtete sich gezielt an Auszubildende, die bislang keine internationalen Mobilitätserfahrungen gesammelt hatten. Im Laufe der Woche entwickelten sich zunehmend gemischte deutsch-französische Gruppen, die auch außerhalb des offiziellen Programms gemeinsam Zeit verbrachten. In gemeinsamen Reflexionsphasen wurde deutlich, dass die Teilnehmenden nicht nur ihr Wissen über Europa vertiefen, sondern auch persönliche, soziale und interkulturelle Kompetenzen stärken konnten.

Die Rückmeldungen am Ende des Austauschs fielen insgesamt sehr positiv aus – insbesondere die gute Organisation, die inhaltlichen Impulse und der intensive persönliche Austausch wurden hervorgehoben. Eine Teilnehmerin äußerte abschließend: „Ich wünschte, jeder junge Mensch hätte die Möglichkeit, an einer solchen Woche teilzunehmen.“ Dem können wir uns nur anschließen!

 

Bericht von Lena Kögler, Bildungsreferentin bei Arbeit und Leben Hessen

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