Digitale Brücken für Europas Bildungswissen

14 - 15 Uhr

Onlineveranstaltung, 60323 Frankfurt

Digitale Brücken für Europas Bildungswissen

Europa ist geprägt von einer großen Vielfalt an Bildungssystemen, Wissenskulturen und Forschungstraditionen. Gerade diese Heterogenität macht die europäische Bildungslandschaft so reich – und stellt zugleich hohe Anforderungen an den Austausch zwischen Forschung, Politik und Praxis. Die Veranstaltung beleuchtet in zwei Inputvorträgen, wie digitale Infrastrukturen dazu beitragen können, Europas vielfältige Bildungslandschaft besser zu verstehen und Wissen grenzüberschreitend zu teilen. 

Wie digitale Bildungsportale den Wissenstransfer in Europa stärken (Dr. Sigrid Fahrer, Nadia Cohen, DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation) 

Digitale Bildungsportale spielen in Europa eine wichtige Rolle dabei, Wissen aus der Forschung in die Praxis zu bringen. Sie bieten einen zentralen, frei zugänglichen Ort, an dem Informationen gesammelt, aufbereitet und für unterschiedliche Zielgruppen nutzbar gemacht werden. In unserer Untersuchung haben wir staatlich initiierte Plattformen mit nationaler Reichweite betrachtet, die speziell darauf ausgelegt sind, Bildungswissen bereitzustellen. 

Der Vergleich zwischen Frankreich und Deutschland zeigt: Solche Portale erfüllen ähnliche Aufgaben, setzen aber unterschiedliche Schwerpunkte. Lassen sich daraus Hinweise ableiten, wie digitale Angebote künftig gestaltet sein sollten, um den Wissenstransfer in die Bildungspraxis wirksam zu unterstützen?  

Themen und Trends europäischer Bildungsforschung auf einen Blick: EduTopics (Dr. Alexander Christ, Jens Röschlein, Dr. Christoph Schindler, DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation) Seit fast drei Jahrzehnten bildet die European Conference on Educational Research (ECER) einen zentralen Treffpunkt für Bildungsforschende aus ganz Europa. Mehr als 35.000 eingereichte Beiträge dokumentieren dabei nicht nur wissenschaftliche Entwicklungen seit 1998, sondern auch die Entstehung eines gemeinsamen Europäischen Bildungsforschungsraums. 

Die interaktive Web-App EduTopics ermöglicht, diesen eigenständig zu erforschen. Auf Basis moderner Verfahren des Machine Learning – insbesondere Topic Modelling – eröffnet die App Einblicke in thematische Entwicklungen, methodische Trends und europäische Forschungsnetzwerke. In dem Beitrag werden einige zentrale Trends der europäischen Bildungsforschung beleuchtet und die Teilnehmenden befähigt, selbständig die Online-App auszuprobieren. Gemeinsam laden beide Beiträge dazu ein, über die Rolle digitaler Infrastrukturen für ein europäisches Bildungswissen nachzudenken und mit den Teilnehmenden in einen Austausch zu treten. 

Kontaktadressen: s.fahrer@dipf.de, c.schindler@dipf.de

Teilnahme mit folgendem Zugangslink: https://www.bildungsserver.de/nachricht.html?id=2518Öffnet sich in einem neuen Fenster